Nachhaltigkeit in der Naturkosmetik

Das Wort ist in aller Munde: Nachhaltigkeit meint den Dreiklang von Leben, Arbeiten und gesellschaftlicher Verantwortung in einer Weise, die unseren nachfolgenden Generationen die Lebensgrundlagen sichert. Im Thema des Monats erforschen wir, was das in der Naturkosmetik heißt und stellen Ihnen Naturkosmetikfirmen vor, die sich in besonderer Weise dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben haben.

Denn in der Naturkosmetik werden die Inhaltsstoffe vorrangig so verwendet, wie sie in ihrer natürlichen Umgebung vorkommen. Die meisten Rohstoffe werden durch kontrolliert biologischen Anbau gewonnen oder es werden Wildpflanzen gesammelt. Im Herstellungsprozess der Naturkosmetik gibt es keine Monokulturen. Pestizide sind absolut Tabu. Die Naturkosmetik erfüllt das ökologische Prinzip der Nachhaltigkeit: Natur und Umwelt werden so genutzt, dass ihr Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann und das System erhalten bleibt – auch für unsere Kinder und Enkelkinder.

Viele naturkosmetische Herstellungsprozesse sind Handarbeit. Oft sind es Frauen, die Rohstoffe ernten und verarbeiten. In Ländern mit schlechten Arbeitsbedingungen und schlechter Infrastruktur sichert ihnen die Naturkosmetik-Produktion die Lebensgrundlage für ihre Familien. Die Naturkosmetikfirmen sorgen dafür, dass sie einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekommen und erfüllen das ökonomische Prinzip der Nachhaltigkeit: die Wirtschaftsweise ist so angelegt, dass sie dauerhaft eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Fair Trade heißt hier das Stichwort.

Mit einem Teil der Erlöse engagieren sich Naturkosmetikfirmen für Schulprojekte, stärken die Rechte von Frauen und sichern eine medizinische Versorgung für die einheimische Bevölkerung in Ländern, in denen das nicht selbstverständlich ist. Sie erfüllen das soziale Prinzip der Nachhaltigkeit: die Entwicklung einer Gesellschaft, die allen Mitgliedern eine Teilnahme möglich macht, um auf Dauer eine zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen.

Große Naturkosmetik Hersteller wie Dr. Hauschka, Weleda oder auch Logocos bauen einen Großteil der von Ihnen verwendeten Rohstoffe selbst und nachhaltig hier in Deutschland an.

Unsere Haut erfreut sich an dem kosmetischen Prinzip der Nachhaltigkeit: Naturkosmetik unterstützt die Haut in ihren eignen Funktionen. Auf diese Weise sorgt Naturkosmetik dafür, dass die Haut auf lange Sicht gesund und im Gleichgewicht bleibt.

Was für Hautbalance Naturkosmetik besonders wichtig ist: verantwortliches Handeln hört nicht bei hoher Produktqualität auf. Es geht um Zusammenhänge, auch im eigenen Betrieb: Hautbalance arbeitet ausschließlich mit Ökogas und mit Ökostrom von Lichtblick. Solarenergie wird eingesetzt. Der Online-Versand erfolgt über GoGreen, das Klimaschutzprogramm von DHL. Die Verpackungsflocken in den Hautbalance-Paketen sind hundertprozentig biologisch abbaubar.

Im folgenden stellen wir Ihnen einige Firmen und ihre nachhaltigen Projekte vor:

Swazi Secrets: die Geheimnisse Südwestafrikas 
Im Jahr 2005 riefen die Frauen aus den sehr trockenen Regionen Swazilands ihre eigene Naturkosmetik-Marke in’s Leben: mit Swazi Secrets sichern sich die Bäuerinnen rund um das zentral-östlich gelegene Mpaka ein dauerhaftes Einkommen, mit dem sie ihre Familien gut ernähren und ihre Kinder zu Schule schicken können.

Alle Produkte basieren auf dem Öl des Marulabaums – dem König der afrikanischen Bäume. Afrikanische Bauern verwenden seit Urzeiten dessen magische Eigenschaften: sie verwenden die Blättern, um Malaria zu kurieren, die Rinde, um Diabetes zu behandeln, die Frucht, um kräftige alkoholische Getränke herzustellen und die Samen für die Gewinnung eines Öls, welches zum Beispiel  Schwangerschaftsstreifen mindert. Dieses Potential für eine gesunde Hautpflege wird zunehmend vom Rest der Welt erkannt, aber die Swazifrauen wollen das Öl nicht in die Industriestaaten exportieren und dann selbst weiter am untersten Ende der Einkommenskette in Armut leben. Sie riefen mit Swazi Indigenous Products (SIP) eine eigene Handelsmarke ins Leben, um Produktion und Verkauf ihrer Produkte fair und auch zu ihren Gunsten zu gestalten.

Santaverde 
Nur die hohe biologische Qualität entscheidet über die Wirksamkeit einer Substanz auf der Haut – so lautet die Unternehmensphilosophie von Santaverde. Grundlage bildet das Wissen um die ureigenen Bedürfnisse der Pflanze, der kontrolliert biologische Anbau und die reine Handarbeit, in der alle Produkte gefertigt werden. Die hochwertige Aloe Vera, Basis der Santaverde-Produkte, wird in Andalusien angebaut und verarbeitet.

Mit der Xingu-Linie hat Santaverde in Brasilien eine Luxuspflege entwickelt, die höchste Ansprüche erfüllt und zugleich ein Segen für die einheimische Bevölkerung ist, weil sie ihren Lebensunterhalt sichert. Zugleich gehen 10% des Reinerlöses an das Entwicklungshilfeprojekt Caatinga im Nordosten Brasiliens, das die Rechte von Frauen und Mädchen stärkt und ihnen hilft, in diesem traditionell patriarchalisch geprägten Land eine bescheidene kleine Existenz aufzubauen.

Xingu – der Name der Produktlinie ist eine Hommage an den heiligen Fluss der Ureinwohner, der für Lebenskraft und unendliche Fruchtbarkeit steht. In den Regenwäldern am Ufer sammeln heilkundige Einheimische von wild wachsenden Bäumen einen Teil der reifen Früchte und Samen, ohne den Fortbestand dieser Giganten zu gefährden. Die Weiterverarbeitung findet direkt vor Ort in kleinen Ölmühlen oder durch Trocknung in der Sonne statt.

Tautropfen 
Die Naturkosmetikfirma Tautropfen setzt nur Pflanzen, Kräuter und Öle ein, die den strengen Demeter-Kriterien genügen, aus kontrolliert biologischem Anbau oder zertifizierten Wildsammlungen stammen. Tautropfen hat weltweit mehrere Projekte initiiert, um ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit zu sichern. Zwei davon liefern Lebensgrundlagen für Bauern, die zuvor gezwungen waren, auf ihren Flächen Drogen anzubauen:

Rosen statt Opium: die wertvollen Wirkstoffe der orientalischen Damaszener-Rose, der „Königin der Blumen“, werden bei Tautropfen für die Rosen-Gesichts- und Körperpflegeserie eingesetzt. Angebaut werden sie in einer Höhe von 2.500 Metern in der iranischen Provinz Kerman. Die Flächen wurden früher für den Anbau von Opium genutzt. Seit sechs Jahren pflegt Tautropfen die Partnerschaft mit rund 600 Bauern der Region.

Asprome – Biofrüchte statt Drogen: in der kolumbianischen Region Cauca bietet Asprome (Associación de Produción y Mercadeo para la Educación) 450 Familien ein Auskommen unter fairen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen — jenseits des Mohnanbaus. Alle Mitglieder bauen Bio-Früchte an, die zu Marmelade, Fruchtpürres und Ölen weiter verarbeitet werden. Tautropfen bezieht von hier das wertvolle Passionsfrucht-Samenöl, wesentlicher Bestandteil des einzigartigen AMEA Anti-Aging-Fluids.

Martina Gebhardt Naturkosmetik 
Seit Firmengründung vor mehr als 20 Jahren kooperiert die Naturkosmetikerin aus dem oberbayrischen Rott ausnahmslos mit Herstellern, die sich für den kontrolliert biologischen Anbau entschieden haben, möglichst in Demeter Qualität.

Martina Gebhardt übernimmt zudem soziale Verantwortung: ihr jüngstes Projekt liegt in einem westafrikanischen Sheabutter-Anbaugebiet in Burkina Faso, dem „Land der Aufrichtigen“. Armut, Hunger, Krankheit, mangelnde Bildung, Kinderarbeit, Korruption und Wassermangel sind hier an der Tagesordnung. Martina Gebhardt engagiert sie sich aktiv für die nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Frauen des dort ansässigen Stammes der Dagara.

Durch ihre Unterstützung sorgt sie sowohl in Burkina Faso als auch in Marokko für die Umstellung der kleinen Betriebe auf Bio-Anbau, für den Bau von Brunnen, für die Anpflanzung von Hecken und das Errichten von Zäunen, um den Schutz vor wilden Tieren zu gewährleisten. Sie hilft, Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen und will damit ihren Teil dazu beitragen, die akute Landflucht der jungen Menschen aufzuhalten, die meist in Arbeitslosigkeit, Alkohol und Drogen endet.

Naturelle d’Argan 
Naturelle d’Argan hat aus Arganöl eine wertvolle Kosmetik gemacht. Gold von Marokko wird die Frucht des Arganbaums auch genannt. Das Argan-Anbaugebiet in Marokko ist der weltweit einzige Wald mit Arganbäumen. Er ist von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat und gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe.

Der Arganwald spielt eine bedeutende ökologische und wirtschaftliche Rolle, da er die fortschreitende Wüste zurückhält, für Feuchtigkeit und Fruchtbarkeit des Bogens sorgt, den landwirtschaftlichen Anbau sichert und so der ländlichen Bevölkerung in dieser kargen Region ein Überleben ermöglicht.

Naturelle d’Argan fördert Kooperativen von Berberfrauen in Marokko, die das Arganöl produzieren. In Partnerschaft mit Initiativen vor Ort sichert Naturelle d’Argan die nachhaltige Entwicklung des Arganwaldes und verbessert die sozioökonomischen Bedingungen der Frauen.

Guayapi Tropical
Die französische Firma, 1990 gegründet, engagiert sich für ökologische Nachhaltigkeit und Fair Trade im Amazonas Gebiet (Produktlinie Sateré Mawé) und in Sri Lanka (Produktlinie Forest Garden).
Die außergwöhnliche Naturkosmetik von Guayapi Tropical wird in Kürze bei uns erhältlich sein.

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