Sonnenschutz ABC für den natürlichen Hautschutz

Unsere Haut kann ihren eigenen Lichtschutz schaffen, indem die Pigmentzellen der Haut bei Sonne verstärkt Melanin produzieren. Sie bilden dann die sogenannte Lichtschwiele, die vergleichbar ist mit unserer Hornhautproduktion, wenn auch nicht so stark.

Doch braucht die Haut etwa 14 Tage, um diesen Lichtschutz-Mechanismus voll auszubilden. Und für ein unbeschwertes langes Sonnenbad reicht er mitnichten aus. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr verfügen noch gar nicht über diesen eigenen Schutzmantel der Haut. Deshalb ist es so wichtig, die Haut vor zuviel Sonne zu schützen.

Lichtschutzfaktor

Die aktuelle Definition des Lichtschutzfaktors bezieht sich auf die für Sonnenbrand und Hautkrebs verantwortlichen UV-B-Strahlen. Neu ist, dass auch der Schutz vor UV-A-Strahlen, die für das Hautkrebs-Risiko und die vorzeitige Hautalterung verantwortlich sind, ausgewiesen sein muss. Ab 2009 gilt die neue EU-Regelung, nach welcher der UV-A-Schutz mindestens ein Drittel des UV-B-Schutzes in einem Sonnenschutzmittel betragen muss.

Bis dato können dies im Bereich der Naturkosmetik nur die Firmen LaveraEco CosmeticsBema Cosmeticsund Annemarie Börlindnach den Anforderungen des europäischen Kosmetikverbandes Colipa garantieren.
Beim Sonnenschutz setzen Naturkosmetik-Produkte auf mineralische Lichtschutzfilter oder den natürlichen Lichtschutz von Pflanzen wie Avellana (Haselnuss), Kukuinuss oder der Kombu Alge.

Mineralische Lichtschutzfilter

Mineralische Lichtschutzfilter reflektieren das Licht auf der Haut wie ein unsichtbarer Spiegel. Die feinen Pigmente verteilen sich auf der Haut und sind sofort nach dem Auftragen wirksam. Fürs menschliche Auge im Normalfall nicht sichtbar, haben Sie sich als wirksamer und unproblematischer Sonnenschutz auch bei empfindlicher Haut und für Kinder erwiesen. Nur eine Fliege könnte mit ihren Komplexaugen den feinen Pigmentfilm wahrnehmen. Bei Sonnencreme mit sehr hohem Schutzfaktor kann allerdings nach dem Auftragen ein leichter, weißlicher Schimmer auf der Haut sichtbar sein. Wichtig ist hier ist also gutes Einreiben und gleichmäßiges Verteilen.

Die Qualität und Beschaffenheit der natürlichen Produkte mit mineralischem Sonnenschutz hat sich in den letzten zehn Jahren enorm verbessert. Die Sonnenmilch und Cremes sind leicht zu verteilen und pflegen gleichzeitig die Haut. Der neueste Renner sind Sonnenschutzsprays: sie werden einfach aufgesprüht und verteilt. Einfacher geht es nicht!

Die mineralischen Filtersubstanzen sind Titanium Dioxide, Zink Oxide – beide werden von Ökotest empfohlen.

Ein Wort zu Titandioxid und Zinkoxid: diese Nanoteilchen sind derzeit im Gespräch, da in Tierversuchen Ratten Krebs bekamen, nachdem sie große Mengen Titandioxid-Staub einatmen mussten.

Für die aus Titandioxid hergestellten Lichtschutzfilter aber gilt: hier werden die feinen Teilchen mit Fett und Silikat ummantelt und müssten die Hautbarriere passieren, um in den Organismus zu gelangen. In einer Studie des EU-Projektes Nanoderm wurde diese Möglichkeit von Wissenschaftlern ausgeschlossen – zumindest bei gesunder Haut. Tatsache ist auch, dass sich die Tierversuche mit Titandioxid auf Wirkungen beziehen, die von sehr großen Mengen des reinen Titandioxides ausgelöst wurden. Doch die aus Titandioxid hergestellten Sonnenschutzfilter sind in sehr kleinen Anteilen und gut verarbeitet in natürlichen Lotionen und Cremes eingebunden – die wir nicht einatmen, sondern dünn auf die Haut auftragen. Wird Titandioxid als Sonnenschutz für seinen Zweck verwendet, nämlich als Spiegel, der schädliche Strahlen reflektiert, und abends wieder abgewaschen, schützt er uns vor den Schäden durch zu viel UV-Strahlung.

Mineralischen Lichtschutz verwenden z.B. Lavera, Eco Cosmetics und Sante.

Pflanzlicher Lichtschutzfilter

Viele Firmen ergänzen die mineralische Sonnenschutzwirkung geschickt mit dem natürlichen Lichtschutz von Pflanzenölen und -extrakten wie Mandel-, Jojoba-  oder Kukuinussöl, Karotte, Balsampappel und anderen.
Ambient, Guayapi und Pharmos Natur setzen allein auf die natürlichen Sonnenschutzfaktoren verschiedener Pflanzen in ihren Produkten. Die Haut bekommt den natürlichen Lichtschutz, den die Pflanzen im Laufe der Evolution für sich entwickelt haben. Sie wird gleichzeitig in ihrer eigenen, natürlichen Sonnenschutzfunktion unterstützt: der Melaninbildung.Annemarie Börlind kombiniert in ihren SUN Produkten mineralischen Lichtschutz mit biotechnologisch hergestellten Lichtschutzfiltern. Eine Besonderheit ist dabei die Verwendung des Kombu Algenextraktes: die Kombu Alge hat gegen die Sonneneinstrahlung während der Ebbezeit ein eigenes Sonnenschutzsystem entwickelt. Diese Schutzstoffe werden mit Öl aus der Alge extrahiert und sorgen bei Sonneneinstrahlung auf unserer Haut dafür, dass keine Botenstoffe gebildet werden, die zu einer Entzündungsreaktion der Haut führen. Das heißt, der Eigenschutz der Haut und der Schutz vor freien Radikalen werden erhöht.

 

Ein Wort zu: Synthetische Sonnenschutzfilter

Synthetische Sonnenschutzfilter verbinden sich mit dem Hautfett und nehmen die UV-Strahlung auf, um sie dann zu “zerlegen”. Eine Reaktion, die auf der Haut stattfindet und die durch die Wärmeentwicklung bei der Umwandlung zu Problemen führen kann. Synthetische Lichtfilter müssen immer mindestens 15 Minuten vor der Sonneneinstrahlung aufgetragen werden, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten.

Annemarie Börlind verwendet einen biotechnologisch hergestellten Lichtschutzfilter, der nachweislich keine hormonellen Veränderungen hervorruft. Somit ist der Sonnenschutz von Annemarie Börlind Ökotest- und EU Richtlinien konform. Und das Wichtigste: er ist auch bei Kindern unbedenklich verwendbar.

Es gibt Filtersubstanzen, die nicht empfehlenswert sind, aber auch einige synthetische Sonnenschutzfilter, die man durchaus gut verwenden kann. Achten Sie neben der Lichtfiltersubstanz auch auf die restliche Zusammensetzung des Produktes – welche einen erheblichen Teil zur guten Verträglichkeit beiträgt.

Ein Überblick der synthetischen Substanzen nach Ökotest-Bewertung:
Empfehlenswert :Benzylidene Camphor Sulfonic Acid, Benzylidenecamphor Hydrolyzed Collagen Sulfonamide, Ethyl Dihydroxypropyl Paba, Glyceryl Octanoate Dimethoxycinnamate, Octyl Methoxycinnamate, Oryzanol, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid, Potassium Phenylbenzimidazole Sulfonate, Quercus Alba, Sodium Phenylbenzimidazole Sulfonate, Terephthalylidene Dicamphor Sulfonic Acid,
Eingeschränkt empfehlenswert :Dea Methoxycinnamate, Etocrylene, Octocrylene, Octyl Triazone, Octrizole, Octyl Dimethyl Paba, PEG-25 Paba, Potassium Methoxycinnamate,
Weniger empfehlenswert :Di-T-Butyl Hydroxybenzylidene, Isoprophyl Dibensoylmethane, Isoamyl Methoxycinnamate
Nicht empfehlenswert : Benzophenone (von 1 bis 12), Butyl Methoxydibenzoylmethane, Cobalt Titanium Oxide, Homosalate, Urocanic Acid (in Kosmetik verboten)

Anmerkung: diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie orientiert sich an der Ökotest Rohstoffliste für Kosmetik.

UV-Strahlung und Haut

Wichtig ist auch die Art der UV-Strahlung, die von einem Sonnenschutz reflektiert werden kann. Es werden drei Arten unterschieden. Alle enthalten sie mehr Energie und sind kurzwelliger als sichtbares Licht.

UV-A-Strahlen sind überall und das ganze Jahr gegenwärtig und werden auch von Fensterglas nicht aufgehalten. Sie dringen tief in die Haut ein, sorgen für kurzlebige Bräunung und vermindern die Hautelastizität. Sie verursachen irreparable Zellschäden.

UV-B-Strahlen sind energiereicher. Sie regen die Melaninproduktion in der Oberhaut und die Bildung der Lichtschwiele an und sind verantwortlich für den Sonnenbrand. UV-B-Licht ist an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten auf der Erde unterschiedlich intensiv. Nur ein Teil der Strahlung erreicht überhaupt die Erde. Doch da die Ozonschicht, die für das Abfangen des UV-B-Lichtes verantwortlich ist, in den letzten 30 Jahren um etwa 10% abgenommen hat, kommt deutlich mehr UV-B-Strahlung bei uns an. Sonnenbrandgefahr und Hautkrebsrisiko steigen. Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten: die UV-Strahlen können das Erbgut der Zellen schädigen und es kann es zu einem vermehrten Hautkrebsrisiko in späteren Jahren kommen.

UV-C-Strahlen sind das energiereichste Licht, gelangen jedoch gar nicht oder nur in sehr geringem Maße auf die Erdoberfläche.

Die klassischen Hauttypen:
Keltischer Typ: rote oder blonde Haare, helle Augen, schnelle Rötung der Haut,  Eigenschutz ca. 10 Minuten.
Germanischer Typ: blond, aber etwas weniger empfindlich, Eigenschutz ca. 20 Minuten.
Mischtyp: weder hell, noch ganz dunkel, Eigenschutz ca. eine halbe Stunde.
Mediterraner Typ: dunkle Haare und dunkle Haut, bräunt schnell und langanhaltend, Eigenschutz länger als eine halbe Stunde.

Hautbalance Sonnenschutz-Tipps

•    Besser vor- als nachsorgen!
•    „Viel hilft viel“ – wenn es um das Eincremen mit Sonnenmilch geht! Circa 3 Eßlöffel pro Anwendung sind bei einem Erwachsenen durchaus zu empfehlen.
•    Schatten und luftige Kleidung als Schutz nicht unterschätzen!
•    Mehrmaliges Eincremen erhöht zwar nicht den Schutzfaktor, ist aber sinnvoll nach dem Baden. Denn wasserfest dürfen sich die Lotionen und Cremes nennen, die nach dem Baden noch die Hälfte des ursprünglichen Sonnenschutzes aufweisen. Nachcremen ist also wichtig, auch bei starkem Schwitzen!
•    Ein extra Sonnenschutz fürs Gesicht ist nur notwendig, wenn Sie sich lange im Freien aufhalten oder wenn Sie extrem empfindliche Haut haben. Kurze alltägliche Erledigungen erfordern keinen speziellen Sonnenschutz – sie dienen dem Aufbau des Eigenschutzes!
•    Wer einen leichten Sonnenschutz in der Tagespflege möchte, kann diese mit einem Sonnenspray mischen, oder das Spray oder die Sonnenmilch über der Tagescreme auftragen.
Oder Sie nutzen eine Tagescreme mit leichtem Lichtschutz, z.B. die i+m family Gesichtscreme mit LSF 5, die Lavere Hydro Sensation getönte Feuchtigkeitscreme LSF 5, die Biokosma Tagespflege, die die Lichtverträglichkeit der Haut verbessert, die Pharmos Natur Tagespflege Gold, das Pharmos Avellanaöl, die Ambient Schutz- und Pflegecreme oder auch ein Mineral Make up.
•    Sanddorn ist ein sehr guter Hautpflegestoff, sollte aber nie als pures Öl in der Sonne verwendet werden: das enthaltene Karotin wandelt sich auf der Haut um und sorgt für eine höhere Lichtempfindlichkeit. Kleine Mengen in Kosmetik sind jedoch empfehlenswert. Sie sorgen für eine schöne langanhaltende Bräune und straffe Haut!
•    Bekannter Auslöser von Mallorca Akne sind PEGs – Emulgatoren, die in der Naturkosmetik nicht verwendet werden. Mallorca Akne hängt aber nicht zwangsläufig mit diesen Emulgatoren zusammen, sondern sehr oft mit den synthetischen Inhaltsstoffen einer Sonnenmilch! Deshalb ist die Gefahr der Mallorca Akne bei Anwendung von Naturkosmetik-Produkten sehr gering.
•    Sollte es wider Erwarten doch einmal schon zu spät sein und sich ein Sonnenbrand ankündigen: nutzen sie die wunderbar regulierenden und ausgleichenden Kräfte frischen und direkt gepressten Aloe Vera Saftes von Santaverde. Sie werden begeistert sein! Zur täglichen Pflege ist z.B. das Aloe Gel oder das Aloe Spray sehr gut – auch zur Kräftigung der Haare.Ihr Hautbalance-Team

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